Es ist eine grosse Ehre, der ­ehrliche und innige Freund eines Tieres sein zu dürfen.

Stefan Wittlin

Bestimmt habt ihr schon Cora lautstark rufen gehört. Morgens grüßt sie die ankommenden Schüler*innen mit einem kräftigen I-AH. Nach einer sehr langen Pause sind die Tiere nun endlich wieder in der Schule. Die Kinder der 2. Klasse und der 1./2. Kleinklasse genießen jeweils morgens eine Stunde das Tierprojekt. Zusammen mit Eseln, Schafen und Hund tauchen die Kinder ein in eine andere Welt. Vieles bleibt außerhalb des Geheges und die Kinder genießen sichtlich die Zeit mit den Tieren.

Die Tiere werden beobachtet, begrüßt, gestreichelt und gebürstet. Wir überlegen zunächst gemeinsam, wie wir uns den Tieren gegenüber verhalten sollten, was mögen die Vierbeiner gern und was nicht so gern und wie können sie uns dies mitteilen bzw. wir es erkennen. Wie führt man einen Esel, so dass er uns folgt? Was bekommen die Tiere zu fressen und was dürfen wir nicht füttern. Auch werden wir handwerklich tätig. Regelmäßig werden Stall und Weide sauber gehalten und die Eseläpfel aufgesammelt. Manchmal müssen auch Kleinigkeiten repariert werden oder sogar Platten neu verlegt werden, die die Kaninchen über Nacht zum Einsturz gebracht haben.

Die Kinder lieben die Zeit mit den Tieren. Einige wollen einfach nur mit ihnen sein, mit ihnen kuscheln, sie fühlen und streicheln. Es ist wunderschön zu beobachten, wie auch die Tiere sich auf die Kinder einlassen. Es ist ein Austausch von Gefühlen, ein gegenseitiges Geben und Nehmen. So wertvoll in dieser besonderen Zeit!

Am Ende jeder Stunde füttern die Kinder das liebevoll klein geschnittene und zubereitete Futter an Mup, Cora, Sepp und Marie. Alle Kinder sind mit viel Energie und großer Freude dabei. Leider vergeht dort im Tiergehege die Zeit nur viel zu schnell, darüber sind sich alle Kinder einig!

An dieser Stelle danken wir Frau Michelsen (www.tier-kommunikation.de) nicht nur für diesen schönen Beitrag, sondern auch für die jangjährige, wunderbare Zusammenarbeit. Ohne Sie wäre das Angebot für unsere begeisterten Zweitklässler*innen nicht denkbar.

Cora

Die Eseldame macht dem Image des störrischen Esels wieder alle Ehre. Wenn sie nicht will, dann will sie eben nicht, da hilft auch keine Schieben und Ziehen. Aber dann gibt es auch Kinder, denen sie sogar ohne Strick folgt. Sie spiegelt die Kinder perfekt und manche Kinder erkennen sogar sich selbst in ihrem Verhalten wieder.

 

Mup

Dieser Eselmann ist der souveräne Lehrer, feinfühlig und gelassen. Er beobachtet viel, schaut sich die Kinder an und lässt vieles geduldig mit sich machen. Auch er durchschaut die Kinder und geht feinfühlig auf sie ein.

Bintas

Unser lieber Hund ist in die Jahre gekommen. Er ist der Senior unter den Tieren und auch dies erkennen die Kinder und gehen entsprechend auf ihn ein. Jedoch am obligatorischen Ballspielen am Ende der Stunde hat er noch immer Spaß. Sobald er merkt, dass die Stunde zu Ende geht, läuft er zum „Ballparkplatz“, holt seinen Ball und fordert die Kinder freudig zum Spiel auf.

Sepp & Marie

Die beiden Schafe lehren den Kindern achtsam zu sein, mit ihren Bewegungen, mit ihrer Stimme und ihrer Körpersprache. Ein lautes Wort, selbst wenn es noch nicht ausgesprochen wurde, eine „laute“ Körperbewegung und die Schafe laufen ängstlich davon. Anschließend es ist sehr schwer ihr Vertrauen wieder zu gewinnen. Andere Kinder dagegen können die ängstlichen, riesigen Wollknäule aus der Hand füttern und anfassen. Manchmal für uns unerklärlich.

Impressionen: Schultiere

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Alle Schüler*innen, die Mittag essen möchten, müssen sich bis 10 Uhr verbindlich anmelden (+49 531 286 03-20). Eltern und Gäste können nicht bewirten werden.

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Freie Waldorfschule Braunschweig e.V.
Rudolf-Steiner-Straße 2
38120 Braunschweig

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