Umweltschutz ist eine Chance und keine Last, die wir tragen müssen.

Helmut Sihler

In unserer Schule ist die Umwelterziehung eine tragende Säule der Pädagogik. Nachhaltigkeit und Liebe zur Natur sind selbstverständliche Bestandteile des Unterrichts. Die Grundsätze der Waldorfpädagogik und auch das Engagement einzelner Lehrkräfte haben zu zahlreichen Unterrichtseinheiten geführt, bei denen die Schüler*innen die Natur erfahren und sie lieben lernen. Allein die Tatsache, dass Gartenbau ein Pflichtfach an Waldorfschulen ist, ist ein Alleinstellungsmerkmal der Waldorfpädagogik in der bunten Schullandschaft.

Nur zu Recht wurde unsere Schule vom Kultusministerium als „Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa“ (INA/USE) und als „Eco-Ark-Schulen als Arche der Agrobiodiversität” ausgezeichnet.

Qualifizierung

Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa & Eco-Ark-Schulen als Arche der Agrobiodiversität

Mit mindestens zwei Projekten für mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag müssen sich die teilnehmenden Schulen für eine Aufnahme in das „Internationale Nachhaltigkeitsschule/ Umweltschule in Europa“ (INA/USE)-Programm qualifizieren. Am Ende einer dreijährigen Projektphase entscheidet eine Jury über die Auszeichnung. Die Schirmherrschaft haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz übernommen.

Mit dem Projekt „Böden als Quelle oder Senke von CO2“ und mit dem Bienenprojekt haben wir an dem INA/USE-Programm erfolgreich teilgenommen. Diese Projekte sind hier beschrieben. Im Juni erhielten wir die Nachricht, dass unsere Schule als INA/USE ausgezeichnet wird. Wohingegen die Auszeichnung als Eco-Ark sehr überraschend bei der INA/USE-Auszeichnungsveranstaltung kam.

Für die Auszeichnung als „Eco-Ark-Schulen als Arche der Agrobiodiversität“ sorgten:

  • Das Tierprojekt, da die Leineschafe Marie und Sepp zu einer bedrohten Nutztierrasse gehören.
  • Die 5. Klasse hat im Rahmen eines Projektes mit der Waldpädagogin Betti im Schulgarten und auf dem Schulgelände Nistkästen für Stare angebracht, die als gefährdet gelten.
  • Im Schulgarten haben wir bei den Erdbeeren, Kürbissen und Tomaten alte Nutzpflanzensorten, die nicht im Handel erhältlich sind.
  • Im Rahmen des Bienenprojektes hat die 10. Klasse für Insekten heimische Wildpflanzen ausgesät. Darunter sind einige Arten, die auf der Roten Liste stehen.

Gemeinsam wurden diese Tiere und Pflanzen zum Bestandteil unseres Unterrichts gemacht, weil das direkte Arbeiten mit den Tieren und Pflanzen in ihrer genetischen Vielfalt die Seele berührt und somit eine Bindung zur Natur schafft, die die Persönlichkeit in unterschiedlichen Facetten positiv und nachhaltig beeinflusst. Die Auszeichnung als Eco-Ark ist nur ein positiver Nebeneffekt.

Im Januar 2020 besuchte Frau Dr. Sievers-Altermann unsere Schule. Als Fachberaterin für Bildung für nachhaltige Entwicklung im Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Braunschweig hatte sie die Aufgabe, die geplanten Projekte zu begutachten.

 

Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa

Verleihung

Die Auszeichnungsveranstaltung fand in der Georg-August-Universität in Göttingen statt. In einem großen Hörsaal wurde den Lehrer*innen, Schulleiter*innen der teilnehmenden Schulen sowie den Organisatoren für ihr Engagement mit Vorträgen und Dank Anerkennung gezollt. Darunter war der Vorsitzende des Landeselternrates Michael Guder, der Vizepräsidenten der Georg-August-Universität Göttingen Prof. Norbert Lossau, der Regionalkoordinator im RLSB Braunschweig Dr. Jens Hepper sowie die Landeskoordinatorin Melanie Cronshagen.

Am Nachmittag durften die Schulen Ihre Projekte auf dem „Markt der Möglichkeiten“ der Öffentlichkeit vorstellen. Dafür wurden Bodenproben vorbereitet sowie bereits vorhandene Veröffentlichungen von Arbeit unserer Gartenbaulehrerin ausgelegt, wie zum Beispiel Flyer, Artikel aus unserer Schulzeitung sowie Unterrichtsmaterialien. Der Eyecatcher war ein Poster über unseren Schulgarten und Projekte, die dem Klimaschutz dienen.

Übrigens: Für die Bemühungen unserer Schule für eine authentische Umweltpädagogik und ökologische Bewirtschaftung des Schulbetriebs ist unsere Schule für den Braunschweiger Klimaschutzpreis der Stadt Braunschweig nominiert – die Verleihung findet im Januar 2023. Projekte aus dem Gartenbauunterricht, Upcycling durch die Schülerfirma und im Werken sowie das nachhaltige Bau- und Gebäudemanagement waren Inhalte des Formulars für diesen Wettbewerb.

 

Weitere Projekte geplant

Unterstützung & Zusammenarbeit gesucht

Nach dem ersten USE/INA-Projektdurchlauf wird es weitere Projekten geben. Dabei stehen nicht die möglichen Auszeichnungen im Vordergrund, sondern unsere Schüler*innen und die Frage, wie die Schüler*innen sich durch den Unterricht als selbstwirksam beim Lösen eines Problems erleben können.

Derzeit suchen wir nach Ideen,

  • wie die ökologische Landwirtschaft mit einem Schulprojekt unterstützt werden kann oder
  • wie unsere Schüler*innen mit Gemüse aus dem Schulgarten für gesunde Ernährung begeistern werden können.
  • Auch der Bodenschutz ist wichtig, vor allem die massive Belastung der Böden mit Plastik soll thematisiert werden.

Bei Ideen zu den genannten Punkten ist ein Austausch gesucht und gewünscht. Bitte wenden Sie sich an unsere Gartenbaulehrerin Dr. rer. nat. Maria Störrle (maria.stoerrle(at)fws-bs.de).

 

Telefon

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Mo, Di, Do: 8 – 14 Uhr
Fr: 8 – 10 Uhr

+49 531 28 60 30

Unsere Mensa wird durch Biond betrieben:

www.biond.de/sp/waldorfschule-braunschweig

Adresse

Freie Waldorfschule Braunschweig e.V.
Rudolf-Steiner-Straße 2
38120 Braunschweig

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